Februar
Fatih Akin
Die
Poesie des ungeschminkten Lebens
PROGRAMM-ÜBERSICHT:
So. 03. Februar, 19:30 | Soul
Kitchen | Deutschland 2009, Fatih Akin
So. 10. Februar, 19:30 | Chiko
| Deutschland/Italien 2008, Özgür Yildirim
So. 17. Februar, 19:30 | Takva
| Türkei 2007, Özer Kiziltan
So. 24. Februar, 19:30 | Crossing
the Bridge - The Sound of Istanbul | Türkei/Deutschland
2005, Fatih Akin
Im Februar taucht das Kino Nische in das Filmschaffen des wohl berühmtesten
deutsch-türkischen Regisseurs, Drehbuchautoren und Produzenten
ein: Fatih Akin, Sohn türkischer Einwanderer, ist im multikulturellen
Hamburg-Altona aufgewachsen und erzählt in seinen Filmen von der
Sehnsucht, vom Kampf ums Überleben, der Suche nach Identität
zwischen Hamburg und Istanbul.
Seine Filme sind explosiv und voller Lebenskraft, erzählen ihre
Geschichten auf unverblümte, gnadenlose, rasante, ja, gar rauschartige
Art und Weise. Fatih Akin beweist, dass das Derbe und Raue nie das Feinfühlige
und Poetische ausschliesst - er zeigt uns die Poesie des ungeschminkten
Lebens.
Programmation: Natalina Töndury

Sonntag 3. Februar
2013 | 19:30 Uhr
Soul
Kitchen
Deutschland 2009, 99 Min., D, 35mm
Regie: Fatih Akin
Mit: Moritz Bleibtreu, Adam Bousdoukos, Birol Ünel, Monica Bleibtreu
Zinos Kazantsakis (Adam Bousdoukos) hat es nicht einfach: Seine Freundin
verreist nach Schanghai, sein heruntergekommenes Lokal „Soul Kitchen“,
in welchem er die Gäste mit Junkfood aus der Fritteuse verwöhnt,
läuft gar nicht gut und seinen Bandscheibenvorfall kann er nicht
behandeln lassen, weil er nicht versichert ist. Doch dann tritt der
exzentrische Koch Shayn (Birol Ünel) in Zinos Leben und auch Zinos
kleinkrimineller Bruder (Moritz Bleibtreu) mischt nach seiner Entlassung
aus dem Gefängnis plötzlich im „Soul Kitchen“
mit. Das Chaos scheint perfekt... „Soul Kitchen“ ist eine
gnadenlose und rasante Komödie mit einem einzigartigen Soundtrack
– nach typischer Akin’scher Art.
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Sonntag 10. Februar 2013 | 19:30 Uhr
Chiko
Deutschland, Italien 2008, 92 Min., D, 35mm
Regie: Özgür Yildirim
Mit: Denis Moschitto, Moritz Bleibtreu, Volkan Özcan
Produktion: Fatih Akin
Chiko (Denis Moschitto) und Tibet (Volkan Özcan), aufgewachsen
in einem Hamburger Problemquartier, träumen vom schnellen Geld,
von fetten Autos und Macht. Um an die Kohle zu kommen, gehen sie mit
dem Drogenboss Brownie (Moritz Bleibtreu) einen schlechten Deal ein.
Da beginnt sich die Abwärtsspirale aus Gewalt, Drogen und Leere
zu drehen… Das Spielfilmdebüt des damals 28-jährigen
Deutsch-Türken Özgür Yildirim (Zögling des «Chiko»-Produzenten
Fatih Akin) ist ein hartes, beeindruckendes und authentisches Gangsterdrama,
das sich nicht für schwache Nerven eignet. Yildirim: «Mit
meinem Film will ich ein Stück Realität zeigen. Und die ist
nun mal roh und rau und ungeschminkt.»

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Sonntag 17. Februar 2013 | 19:30 Uhr
Takva
Türkei 2007, 96 Min., Ov/D, 35mm
Regie: Özer Kiziltan
Mit: Erkan Can, Meray Ülgen, Güven Kiraç
Mitproduktion: Fatih Akin
Der strenggläubige Muharrem (Erkan Can) lebt zurückgezogen
in Istanbuls historischem Viertel Süleymaniye. Er meidet jede Sünde
und verpasst keinen Gottesdienst. Deswegen wird er vom Klosteroberhaupt
fürs Eintreiben der Mieten der zahlreichen Liegenschaften und Besitztümer
des Ordens engagiert. Je mehr Einblick Muharrem in die säkulare
Welt erhält, desto deutlicher registriert er Betrug, Missbrauch
und Heuchelei in den Reihen der scheinbar gottesfürchtigen Bosse.
«Takva» ist ein aufwühlendes Drama, das vom Gewissenskonflikt
eines frommen Moslems erzählt. Ein intensives, visuell überzeugendes
und präzise inszeniertes Erstlingswerk, das von Fatih Akin mitproduziert
wurde und ohne ideologischen Zeigefinger auskommt.

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Sonntag 24. Februar 2013 | 19:30 Uhr
Crossing
the Bridge – The Sound of Istanbul
Türkei/Deutschland 2005, 90 Min., Ov/D, 35mm
Regie: Fatih Akin
Fatih Akin begleitet Alexander Hacke (Bassist der Band „Einstürzende
Neubauten“) auf eine musikalische Entdeckungsreise durch Istanbul.
Mit einem mobilen Aufnahmestudio suchen die beiden nach der musikalischen
Seele der Stadt. Und sie werden fündig: „Crossing the Bridge
– the Sound of Istanbul“ zeigt die musikalische Vielfalt
und lebendige Musikszene Istanbuls und stellt dem Publikum fünfzehn
verschiedene Interpreten vor. Das Spektrum reicht dabei von modernen
elektronischen Klängen über Rock und Hip-Hop bis hin zu klassischer
Arabesque-Musik. Wir verlassen den Kinosaal mit Musik in den Ohren und
Tanzlust in den Beinen.

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