2012 | Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember |
Archiv: 1999-2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012

 



Un marzo italiano - Italienischer März

So. 04. März, 19:30 | Pane e tulipani | Italien 2000, Silvio Soldini
So
. 11. März, 19:30 | La notte di San Lorenzo | Italien 1982, Paolo und Vittorio Taviani
So. 18. März, 19:30 | Le fate ignoranti | Italien 2001, Ferzan Ozpetek
So. 25. März, 19:30 | Le quattro volte | Italien 2010, Michelangelo Frammartino


Sarà un marzo italiano! Im März zeigt das Kino Nische Wunderbares aus dem italienischen Filmschaffen. Vier italienische Filme stehen auf dem Programm – die unterschiedlicher nicht sein könnten: Pane e tulipani ist eine beschwingte Komödie, die aufzeigt, dass kleine Zufälle grosse Wellen schlagen können. Ein herzerwärmender Film, der den letzten Schneematsch wegschmilzt. Das filmische Meisterwerk von den Taviani-Brüdern, La notte di San Lorenzo, arbeitet ein düsteres Kapitel der Geschichte auf, und dies auf eine märchenhafte, unkonventionelle Art und Weise. Le fate ignoranti hinterfragt bürgerliche Ideale und schafft mit liebenswürdigem Witz eine gelungene Mischung aus Komödie und Drama. Zu guter Letzt zeigen wir euch, liebe Nische-BesucherInnen, wie italienisches Kino auch sein kann: Le quattro volte ist ein ruhiger, poetischer und bildstarker Dokumentarfilm, der dazu einlädt, über das Leben und unser Dasein nachzudenken.
A presto!

Programmation: Natalina Töndury




Sonntag 4. März 2012 | 19:30 Uhr

Pane e tulipani
Italien 2000, Italienisch/d/f, 113 Min./35mm
Regie: Silvio Soldini

Die Ferien sind zu Ende, und eigentlich ist Rosalba mit ihrem Mann Mimmo und ihrem Sohn Nicola auf dem Nachhauseweg nach Pescara – doch dann kommt alles anders. Bei einem Zwischenhalt auf einer Autobahnraststätte fallen Rosalba ihre Ohrringe in die Toilette, und als sie endlich zum Parkplatz zurückkommt, sieht sie gerade noch, wie der Reisecar mitsamt Mann und Sohn wieder in die Autobahn einfährt. Per Autostopp reist Rosalba dann kurzentschlossen nach Venedig – und damit in ein neues Leben.
„Pane e tulipani“ ist eine erfrischende Komödie voller Herzschmerz und Witz über die Zufälle des Lebens und der Liebe. Ein richtiger Frühlingsfilm, und dies nicht nur wegen der Tulpen auf dem Tisch des Kellners Fernando (Bruno Ganz), in dessen Gästezimmer Rosalba in Venedig ihre neue Bleibe einrichtet...



Programmübersicht



Sonntag 11. März 2012 | 19:30 Uhr


La notte di San Lorenzo
Italien 1982, Italienisch/d/f , 108 Min./35mm
Regie: Paolo und Vittorio Taviani

Im August 1944 schleicht sich ein Teil der Bevölkerung aus dem von deutschen und italienischen Faschisten unterminierten Dorf San Miniato in der Toscana, um den Amerikanern entgegenzuziehen. Auf ihrer Flucht durch die toskanische Landschaft durchleben die Dorfbewohner alle Stadien der Hoffnung und Verzweiflung. Sie treffen auf einem Kornfeld auf italienische Faschisten – eine Sequenz, die bis heute legendär ist und sich in die Filmgeschichte einschrieb.
Mit „La notte di San Lorenzo“ haben die Brüder Taviani auf ungemein poetische und vielschichtige Art und Weise Erinnerungen an der zweiten Weltkrieg festgehalten und einen unglaublich eindrücklichen Friedensfilm geschaffen - ein Plädoyer für den Glauben an das Leben, an die Liebe und die Menschlichkeit.

Programmübersicht



Sonntag 18. März 2012 | 19:30 Uhr


Le fate ignoranti
Italien 2001, Italienisch/d/f 106 Min./35mm
Regie: Ferzan Ozpetek

Als sich Antonia nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Massimo trotz ihrer tiefen Depression endlich dazu überwinden kann, dessen Sachen zusammenzupacken, stösst sie auf ein Bild mit Widmung, unterzeichnet von einer mysteriösen „fata ignorante“, einer „unwissenden Fee“. Die Suche nach dieser Fee führt Antonia immer weiter in eine Welt hinein, von der sie bis zum Tod ihres Mannes nichts geahnt hatte und die ihr bisheriges, bürgerliches Leben ziemlich über den Haufen wirft... Ein Film voller unerwarteter Momente und lustiger Charaktere, der durchaus Sentimentalitäten zulässt und zu berühren weiss.


Programmübersicht



Sonntag 25. März 2012 | 19:30 Uhr


Le quattro volte
Italien 2010, ohne Dialog, 88 Min./35mm
Regie: Michelangelo Frammartino

„Abbiamo in noi, quattro vite successive, quattro vite distinte. E dobbiamo quindi conoscerci quattro volte.“
Michelangelo Frammartino thematisiert in seinem leisen, poetischen Film die Theorie, dass die Seele des Menschen vier aufeinanderfolgende Leben durchläuft: Ein menschliches, ein tierisches, ein pflanzliches und ein mineralisches Leben. Anhand der Figur eines alten Ziegenhirten und des Schauplatzes eines zeitlosen, kalabrischen Dorfes zeigt Frammartino Werden und Vergehen des Lebens auf und kommt dabei fast ohne Dialog aus. „Le quattro volte“ lädt die Zuschauer dazu ein, über das Leben zu sinnieren und sich an unsere ursprünglichen Lebensformen zurückzuerinnern. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Grand Prix du Cinéma Italien in Annecy 2010.



Programmübersicht

 

Programm | Verein | Infos | Newsletter | Kontakt | Links |