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Januar
Laut, Bunt, Historisch

PROGRAMM-ÜBERSICHT:

So. 01. Januar, 19:30 | Amandla! | Südafrika 2002, Lee Hirsch
So. 08. Januar, 19:30 | Stilyagi (Hipsters) | Russland 2008, Valeriy Todorovski
So. 15. Januar, 19:30 | Breakfast on Pluto | Irland / England 2005, Neil Jordan
So. 22. Januar, 19:30 | Paris is burning | USA 1990, Jennie Livingston
So. 29. Januar, 19:30 | Cabaret | USA 1972, Bob Fosse


Stimmgewaltig und mit viel Farbe beginnen wir das Jahr. Unsere Januarfilme knobeln alle an ihren eigenen historischen Knacknüssen herum und werden dabei auch mal laut. Amandla! führt uns musikalisch durch Südafrikas junge Geschichte. Mit den Stilyagi (Hipsters) kommt eine russische Musikfilm-Perle exklusiv in die Nische und wärmt auch bei allenfalls kühlen Temperaturen Herz und Tanzbein. Paris is burning ist ein schrilles Zeitdokument aus einer ganz anderen Subkultur: der schwarzen schwulen Drag-Szene New Yorks in den 80er-Jahren. Cillian Murphy gibt in Breakfast on Pluto sein Allerbestes für die 1970er und bringt uns den Nordirland-Konflikt dabei wirklich nah. “Life is a Cabaret” sang Liza Minelli als Sally Bowles im nationalsozialistisch geprägten Berlin – und damit behält sie möglicherweise recht.

Programmation: Jolanda Suter



Sonntag 1. Januar 2012 | 19:30 Uhr

Amandla!
Südafrika 2002, 108 Min., Ov/d
Regie: Lee Hirsch
Mit Duma Ka Ndlovu, Vusi Mahlasela, Walter Cronkite

Lee Hirsch blickt zurück auf 40 Jahre Kampf gegen die Rassentrennung in Südafrika, indem er die Geschichte des Widerstands über die Musik erzählt. Heute sind viele der unter dem Apartheid-Regime verbotenen Lieder zu Nationalhymnen geworden. Zu sehen sind kraftvolle musikalische Statements mit einigen der grössten Stars Südafrikas, die uns daran erinnern, wie elementar wichtig die Kultur für den Menschen ist.



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Sonntag 8. Januar 2012 | 19:30 Uhr


Stilyagi (Hipsters)
Russland 2008, 120 Min., Russ. / nur englische Untertitel
Regie: Valeriy Todorovskiy
Mit Anton Shagin, Maksim Matveev, Oksana Akinshina, Oleg Yankovskiy, Sergey Garmash

Ein schrilles Musical über die sowjetische Subkultur der modebesessenen Stilyagi im Moskau der 50er-Jahre: Mels hilft als Komsomolze (Mitglied der Jugendbewegung der Kommunistischen Partei), eine illegale Party der Stilyagi-Bewegung aufzulösen. Doch nach einer kurzen Begegnung mit Polsa ist er fasziniert von ihrem geheimnisvollen Wesen und wird schliesslich zum Freund seiner früheren politischen Gegner. Eine Musical-Produktion in grossem Massstab, die hauptsächlich in Minsk gedreht wurde.


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Sonntag 15. Januar 2012 | 19:30 Uhr


Breakfast on Pluto
Irland / England 2005, 129 Min., E/d/f
Regie: Neil Jordan
Mit Cillian Murphy, Liam Neeson, Ruth Negga, Laurence Kinian, Bryan Ferry

Irland, 1958: Patrick Braden wurde vor einer Dorfkirche als Findelkind ausgesetzt. Er trägt gerne Frauenkleider und im religiösen Internat bringt er die Lehrer mit Fragen zur Geschlechtsumwandlung zur Verzweiflung. Früh beginnt er, seiner richtigen Mutter nachzuträumen: Sie ist eine schöne, blonde Frau, elegant wie Mitzi Gaynor… Da erreichen die irisch-englischen Unruhen das kleine Dörfchen, und sein Freund Laurence stirbt bei einem Autobomben-Attentat. Patrick nennt sich nun nur noch Kitten und lässt die politischen Probleme hinter sich, um in London nach seiner Mutter zu suchen.



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Sonntag 22. Januar 2012 | 19:30 Uhr


Paris is burning
USA 1990, 120 Min., E/d/f
Regie: Jennie Livingston
Mit Dorian Corey, Pepper LaBeija, Willi Ninja, Venus Xtravaganza

Eine Dokumentation über die “Balls”, Tanz- und Kostümfeste in der schwarzen New Yorker Drag-Queen-und-Trans*-Szene. Livingston, die nie eine Filmschule besucht hat, arbeitete sieben Jahre an diesem Film. In Portraits erzählen Schlüsselfiguren der Szene von ihrem Alltag mit Geldsorgen, aber auch von ihren Wünschen und Träumen, von Abgründen und Rassismus, sowie von Homo- und Transphobie... Man spricht über die “Houses”, in denen sich die Protagonist_innen im Alltag und im Wettbewerb zusammenschliessen. Der Film widerspiegelt in allen Facetten den Zeitgeist, in dem er gedreht wurde, und inhaltlich ist er mit Vorsicht zu geniessen. Ein brisantes, filmisches Dokument.



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Sonntag 29. Januar 2012 | 19:30 Uhr


Cabaret
USA 1972, 124 Min., E/d/f
Regie: Bob Fosse
Mit Liza Minelli, Michael York, Helmut Griem, Joel Grey

Schauplatz ist Berlin im Jahre 1931. Der englische Schriftsteller Brian Roberts zieht in eine heruntergekommene Pension, in der er die amerikanische Sängerin Sally Bowles (Liza Minelli) kennenlernt. Sie tritt im Kit Kat Club auf, wo jeden Abend ein dekadentes, erotisches Nummernkabarett über die Bühne geht. Sally, die von einer Karriere als Filmschauspielerin träumt, hat viele Verehrer, die sie aber alle auf Distanz hält. Pointiert zeigt der Film den wachsenden Einfluss der Nationalsozialisten und der politisch motivierten Gewalt auf das deutsche Alltagsleben der Zwischenkriegszeit.



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